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WÄHRUNG- GELD- UND KAPITALMARKT Im Quartalsheft „Statistiken – Daten und Analysen“ der Oesterreichischen Nationalbank werden laufend Daten veröffentlicht, die zur Beurteilung der Lage des Geld- und Kapitalmarktes notwendig sind. Seit dem Beginn der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion haben sich auf diesem Gebiet einschneidende Änderungen ergeben. Da z. B. nationalen Geldmengenaggregaten in der Wirtschafts- und Währungsunion kaum mehr Bedeutung zukommt, treten an deren Stelle jene des Euroraums. Die Geldmenge M1 ist die Summe aus Bargeldumlauf und Sichteinlagen. Erweitert um die Termineinlagen ergibt sich daraus die Geldmenge M2. Geldmenge M2 + Spareinlagen und Geldmarktfonds = Geldmenge M3 insgesamt. Die Großkreditstatistik tritt an die Stelle der früheren, nach Branchen gegliederten halbjährlichen Kreditstatistik. Sie ist nach der „Systematik der Wirtschaftstätigkeiten“ für Österreich – „ÖNACE 1995“ gegliedert. Die EZB-Zinsstatistik der inländischen Kreditinstitute ersetzt die bisherige Zinsstatistik der inländischen Kreditinstitute. Hauptzweck dieser Statistik ist es, ein umfassendes, detailliertes und euroraumweit harmonisiertes statistisches Bild über die Höhe der von den Monetären Finanzinstituten (MFIs) im Kundengeschäft mit nichtfinanziellen Unternehmen und privaten Haushalten angewandten Zinssätze und deren Entwicklung im Lauf der Zeit bereitzustellen. Die Daten werden monatlich mittels Sample (geschichtete Stichprobe) erhoben. Erfasst werden Zinssätze für das Neugeschäft und den Gesamtbestand: Unter Neugeschäft fallen alle während des Berichtsmonats abgeschlossenen neuen Verträge sowie alle neu verhandelten Vereinbarungen in Bezug auf bestehende Einlagen und Kredite. Der Gesamtbestand wird definiert als die Gesamtheit aller von privaten Haushalten und nichtfinanziellen Unternehmen zum Meldestichtag platzierten Einlagen und die Gesamtheit aller an private Haushalte und nichtfinanzielle Unternehmen gewährten Kredite. Umfasst sind alle Geschäfte mit privaten Haushalten und nichtfinanziellen Unternehmen, die in Mitgliedstaaten der WWU gebietsansässig sind. Bei den Einlagen der inländischen Nichtbanken gibt es eine Umstellung ab Berichtstermin Juni 2004: Freie Berufe und selbständig Erwerbstätige werden aus dem Sektor nichtfinanzielle Unternehmen in den Sektor private Haushalte umgereiht. Bis Mai 2004 wurden Daten vereinheitlicht in einem Sektor gemeldet (nichtfinanzielle Unternehmen und private Haushalte). Von Umstellungen im Zuge der Harmonisierung der Statistiken auf europäischer Ebene ist auch die Statistik über den Rentenmarkt betroffen, wo es nunmehr möglich ist, die Inanspruchnahme nach Sektorgliederungen (Monetäre Finanzinstitute, nichtfinanzielle Kapitalgesellschaft, Staat …) darzustellen. Diese Statistik ersetzt die bisherige Rentenmarktstatistik und die Emissionen inländischer Kreditinstitute. Unter Sekundärmarktrendite versteht man den gewichteten Durchschnitt der Renditen der gehandelten Anleihen. Zur besseren internationalen Vergleichbarkeit dieser Rendite wird hier der Wert für Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren dargestellt. Angesichts der zunehmenden Bedeutung höherwertiger Anlage- produkte in der Geldvermögensbildung und der zunehmenden Bedeutung der Börse und institutioneller Anleger für die Unter- nehmensfinanzierung wurden die Statistiken über das Volumen der Vermögensbestände institutioneller Anleger (inländische Investmentfonds, Pensionskassen und Vertragsversicherungs- unternehmen) sowie einige wichtige Kennzahlen für den öster- reichischen Aktienmarkt aufgenommen. Der Wiener Börsenindex (WBI) erfasst die Entwicklung aller an der Wiener Börse gehandelten Aktien. Der ATX umfasst die wichtigsten Aktien mit dem höchsten Handelsvolumen. Der DAX ist ein für den deutschen Aktienmarkt repräsentativer Aktenindex. Der EURO STOXX 50 bildet die Entwicklung der wichtigsten börsennotierten Unternehmen der „Euro-Zone“ ab. Der Dow Jones Industrial Index spiegelt die Entwicklung der wichtigsten Industrie-werte der an der New Yorker Börse gehandelten Aktien wider. Die Börsenkapitalisierung ist der Gesamtwert der auf einem Markt notierten Aktien, er ergibt sich aus dem Nennwert und dem Kurs der Aktien.
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