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PREISE, LÖHNE, LEBENSHALTUNG Die neueste Entwicklung der Verbraucherpreise wird durch den seit Jänner 2006 von der Bundesanstalt 'Statistik Austria' berech-neten Verbraucherpreisindex 2005 (VPI) dargestellt. Die dem Index zugrunde liegende Verbrauchsstruktur eines Durchschnitts-haushaltes beruht auf der Konsumerhebung 2004/2005. Monatliche Preiserhebungen finden in 20 österreichischen Städten und in rund 4.200 Geschäften statt. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) wurde mit 1997 in allen EU-Mitgliedsländern eingeführt und ist für internationale Verbraucherpreisvergleiche bestimmt. Ferner dient der HVPI als verbindlicher Maßstab zur Beurteilung des Konvergenzkriteriums Preisstabilität und ist somit ein wichtiges geldpolitisches Instrumentarium der Europäischen Zentralbank. Mit dem Jahr 2000 wurde der HVPI auf einen Kettenindex umgestellt. Die Warenkörbe des VPI und HVPI unterscheiden sich leicht in den darin enthaltenen Güterpositionen. Auch die Berechnungsmethodik der beiden Indizes weist Unterschiede auf. Der Großhandelspreisindex (aktuelle Basis 2005 = 100) setzt sich aus den Gruppenindizes Konsumgüter, Intermediärverbrauch und Investitionsgüter zusammen. Die Indexbasis bilden die Großhandelsumsätze. Das Gewichtungsschema beruht auf der Leistungs- und Strukturerhebung 2003. Der Baukostenindex wurde mit Jänner 2006 auf die Basis 2005 = 100 umgestellt. Er umfasst die Indizes Wohnhaus- und Siedlungsbau, Straßenbau und Brückenbau. Der Baupreisindex (2005 = 100) stellt u. a. die Preisentwicklung der Baudienstleistungen dar. So kann neben der Entwicklung der Preise im Hoch- und Tiefbausektor und seinen Subsektoren (Wohnhaus- und Siedlungsbau, sonstiger Hochbau, Straßenbau, Brückenbau, sonstiger Tiefbau) auch die Preisentwicklung der Baumeisterarbeiten und sonstigen Bauarbeiten verfolgt werden. Eine weitere wichtige Preisinformation stellt die Entwicklung des Wohnungsaufwandes dar. Diese Daten werden mit Hilfe des Mikrozensus erhoben, der zu Beginn des Jahres 2004 völlig umgestaltet und auf eine neue rechtliche und organisatorische Basis gestellt wurde. Der Auswahlrahmen umfasst pro Quartal österreichweit ca. 22.500 Wohnungen, nach Bundesländern geschichtet, aber nicht mehr, wie früher, geklumpt. Pro Kalenderwoche werden ca. 1.700 Haushalte befragt, jeder Haushalt bleibt für fünf Erhebungen in aufeinander folgenden Quartalen in der Stichprobe. Der Wohnungsaufwand stellt seit dem Jahr 2004 die Gesamtkosten für die Benützung der Wohnung dar und enthält: • Wohnungsaufwand: Haupt- oder Untermietzins, Rückzahlungsquoten für Eigentumswohnungen, Nutzungsgebühr für Genossenschaftswohnungen. • Betriebskosten: z. B. Kanal- und Wassergebühren, Kosten für die Beleuchtung des Hauses, Auslagen für Verwaltung und Hausbesorger. • L aufende Entgelte für sonstige Leistungen: z. B. Warmwasserversorgung, Garagenbenützung, Instandhaltungsaufwände und Erhaltungsbeiträge. Der Wohnungsaufwand von Hauseigentümern und deren Verwandten wird nicht erfasst, da unentgeltliches Wohnen angenommen wird. Aufgrund dieser und weiterer Änderungen ist der Wohnungsaufwand ab 2004 mit den Ergebnissen der Jahre davor nicht vergleichbar! Der Tariflohnindex (2006 = 100; Index der kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter) wird von der Statistik Austria monatlich erhoben und veröffentlicht. Der nach Branchen gegliederte Index zeigt detailliert die Veränderungen der Kollektivvertragslöhne und -gehälter nach Arbeitern, Angestellten und öffentlich Bediensteten.
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