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SACHGÜTERERZEUGUNG, HANDEL, DIENSTLEISTUNGEN Mit Beginn des Jahres 1996 wurde die Statistik des Produzierenden Bereichs umgestellt. An die Stelle der Betriebssystematik 68 trat die Österreich-Version (ÖNACE) der statistischen Systematik der Wirtschaftszweige der EU, NACE Rev. 1. Die NACE Rev. 1 wurde 2003 einer Revision unterzogen (NACE Rev. 1.1), auf deren Basis die ÖNACE 2003 erstellt wurde. Ab dem Berichtsjahr 2008 gilt die ÖNACE 2008, die auf der NACE Rev. 2 basiert. Die NACE Rev. 2 umfasst eine tiefgreifende Änderung der Wirtschaftssystematik, die die geänderten Wirtschaftsverhältnisse widerspiegelt und eine internationale statistische Harmonisierung zum Ziel hat. Auf UN-Ebene wurde die bisher geltende ISIC Rev. 3.1 durch die ISIC Rev. 4 und auf europäischer Ebene die NACE Rev. 1.1 von der NACE Rev. 2 abgelöst. Daten für 2006 und 2007 sind nach der ÖNACE 2003 gegliedert, die Daten für 2008 nach der ÖNACE 2008. Die EU-harmonisierten Erhebungen werden in Form einer Konzentrationsstichprobe durchgeführt. Entsprechend den Erfordernissen der EU ist die Umstellung der Systematik der Wirtschaftszweige mit einer weitgehenden Umstellung der Erhebungsmodalitäten einhergegangen. Bis 1995 wurden die Betriebe nach ihrer Zugehörigkeit zur Bundeswirtschaftskammersystematik erfasst, nunmehr wird das Unternehmen bzw. der Betrieb aufgrund seiner wirtschaftlichen Aktivität (d. h. Zugehörigkeit zur entsprechenden NACE-Klasse) schwerpunktmäßig zugeordnet. Das Zuordnungskriterium für die Konjunkturerhebungen im produzierenden Bereich war die Zugehörigkeit zur Sektion Industrie bzw. Gewerbe der Wirtschaftskammer Österreich bzw. zu ihren Fachverbänden und Bundesinnungsgruppen - das nunmehrige Konzept kennt keine Differenzierung nach dieser Zugehörigkeit. Dementsprechend liefern die Ergebnisse der EU-konformen Konjunkturerhebung von Statistik Austria keine Ergebnisse in dieser Gliederung. Um dennoch statistische Grundlagen, insbesondere als Entscheidungshilfe bei KV-Verhandlungen zu erhalten, geben die AK und die Wirtschaftskammer Österreich gemeinsam eine laufende Sonderauswertung der Konjunkturstatistik in Auftrag. Diese stellt Daten auf Betriebsebene nach Fachverbänden der Industrie und Bundesinnungsgruppen des Gewerbes zur Verfügung. Aus den Daten dieser Sonderauswertung werden die abgesetzte Produktion, die bezahlten und geleisteten Arbeitsstunden und die Verdienste pro Kopf nach Fachverbänden dargestellt. Mit dem Referenzmonat Jänner 1999 wurde auch der Produktionsindex auf eine EU-konforme Norm umgestellt. Seine Berechnung erfolgt nach einem in mehrfacher Hinsicht neuartigen Konzept. Als Datenquelle werden die Konjunkturerhebungen im produzierenden Bereich herangezogen, erstmals wurde auch das Bauwesen vollständig integriert. In Folge dieser Umstellung ermittelt die Statistik Austria auch keinen Produktionsindex für die Industrie nach Fachverbänden mehr. Um dem Bedürfnis nach einer weiter zur Verfügung stehenden Datenbasis auch in Bezug auf den Produktionsindex Rechnung zu tragen, geben die AK, die Wirtschaftskammer Österreich und das österreichische Institut für Wirtschaftsforschung gemeinsam eine diesbezügliche Sonderauswertung in Auftrag. Darüber hinaus werden von Statistik Austria auf der Grundlage der neuen Erhebung Indizes für den Sachgüterbereich berechnet. Diese Indizes sind verfügbar für die Merkmale Umsätze, Auftragseingänge, unselbständig Beschäftigte, Arbeitsvolumen und Bruttoverdienste. Die Daten über Unternehmen, Umsätze, Bruttoinvestitionen und Personalaufwand in der Gliederung der ÖNACE sind der Leistungs- und Strukturstatistik entnommen. Die Leistungs- und Strukturerhebungen werden nach den Vorgaben der EU-Verordnung über die strukturelle Unternehmensstatistik im Produktions- und Dienstleistungsbereich seit dem Berichtsjahr 1997 durchgeführt. Die Daten werden jährlich erhoben bzw. aus den Registern zugespielt und hochgerechnet. Im Handel sowie im Bereich der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen wurde 1999 die Stichprobenerhebung auf einen repräsentativen Berichtsfirmenkreis umgestellt. Als Auswahlgrundlage dienten die Ergebnisse der Nicht-landwirtschaftlichen Bereichszählung 1995. Die bisherige Erhebungseinheit des Betriebes wurde durch das Unternehmen ersetzt, was dem EU-Konzept entspricht. Die Zusammenstellung von Aufbringung und Verbrauch von Energie nach Primärenergieträgern erfolgt in Form von Energiebilanzen , die Statistik Austria erstellt und veröffentlicht. Der vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung durchgeführte Investitionstest liefert Daten über Investitionen der Industrie nach Fachverbänden. Die Verteilung der Betriebe und der Beschäftigten nach Beschäftigtengrößenstufen wird vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger ermittelt. Ausgeschlossen davon sind alle rein landwirtschaftlichen Betriebe.
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